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Zweites Gesicht: Unterschied zwischen den Versionen

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So wird auch die Gabe, welche das junge Kaninchen Fiver in [[Richard Adams]] Roman [[Unten am Fluss]] hat, als zweites Gesicht bezeichnet. Er erhält die Vision eines schlimmen (vorerst unbekannten) Ereignisses und flüchtet mit einigen Freunden aus dem Gehege. Wenige Tage später wird das Gehege der Wildkaninchen durch Baumaßnahmen zerstört.
 
So wird auch die Gabe, welche das junge Kaninchen Fiver in [[Richard Adams]] Roman [[Unten am Fluss]] hat, als zweites Gesicht bezeichnet. Er erhält die Vision eines schlimmen (vorerst unbekannten) Ereignisses und flüchtet mit einigen Freunden aus dem Gehege. Wenige Tage später wird das Gehege der Wildkaninchen durch Baumaßnahmen zerstört.
 
{{cquote|"Diese Kaninchen", sagte er [das Oberkaninchen Threarah], "die behaupten, das '''zweite Gesicht''' zu haben - ich habe ein oder zwei zu meiner Zeit gekannt.|||Kapitel 21 "Auf dass El-ahrairah weine"}}
 
{{cquote|"Diese Kaninchen", sagte er [das Oberkaninchen Threarah], "die behaupten, das '''zweite Gesicht''' zu haben - ich habe ein oder zwei zu meiner Zeit gekannt.|||Kapitel 21 "Auf dass El-ahrairah weine"}}
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Version vom 2. Dezember 2009, 17:09 Uhr

Das Zweite Gesicht ist eine Übernatürliche Kraft, die in zahlreichen Werken von Stephen King vorkommt.

Beschreibung

Bei dieser Gabe handelt es sich um die Fähigkeit, Visionen zu empfangen und hinter die Hülle von Dingen und Menschen zu blicken. Wie Antoine de Saint-Exupéry in seinem Klassiker Der kleine Prinz schlussfolgert, bleibt das Wesentliche für die Augen unsichtbar, nur mit dem Herzen kann man gut sehen. Bezieht sich dies auf den Wunsch, die Welt mit den naiven und phantasiebegabten Augen eines Kindes zu betrachten, ist das Zweite Gesicht eine wahrhaft paranormale Kraft, die mit Telepathie verglichen werden kann.

Allerdings geht es hierbei weniger darum, die Gedanken anderer Menschen zu lesen, als deren Wesenszüge zu begreifen und Dinge mittels Visionen zu sehen, bevor sie passieren. Personen, die beide über diese Gabe verfügen, können sich über diese Kraft per Gedanken unterhalten, ohne den Mund zu bewegen. So sind auch Kommunikationen über weite Entfernung möglich.

Über diese Kraft verfügen einige wenige Menschen (es scheint vererbt zu werden), aber nur ein geringer Teil von ihnen kann diese Gabe gezielt einsetzen. Viele Betroffene wissen daher gar nichts davon und tun es als "Intuition" ab. Menschen, die über das Zweite Gesicht verfügen, können diese Gabe bei Mitmenschen orten und spüren eine Art Aura, die von ihnen ausstrahlt; daher auch die berühmte Bezeichnung "Shining" als (englische) Alternative.

Vorkommen

Shining

In diesem Roman wird der Gabe wohl die größte Bedeutung zugemessen, zumal sie titelgebend ist. Dick Hallorann, der über die Gabe verfügt, unterrichtet den Jungen Danny Torrance im Umgang mit der Kraft. Er selbst wurde von seiner Großmutter unterrichtet, mit der er oft viele Stunden am Tisch saß und mit ihr gesprochen hat, ohne den Mund zu bewegen. Dick prägt auch den Begriff Shining, da er die Gabe als eine Ausstrahlung bei begabten Menschen wahrnimmt. Danny hat von allen Personen, die Dick je getroffen hat, die größte Ausstrahlung. Später gelingt es Danny, seinen Freund Dick über die halben Vereinigten Staaten hinweg um Hilfe zu rufen (siehe auch Doctor Sleep).

Das Attentat

Johnny Smith erhält die Gabe nach einem Unfall, bei dem sich eine Tote Zone in seinem Gehirn gebildet hat, die ihm ermöglicht, zukünftige Dinge zu sehen. Johnny versucht daraufhin, die Zukunft zu ändern, indem er die Gegenwart beeinflusst.

Der Sturm des Jahrhunderts

Auch der teuflische Andre Linoge kann die Gedanken seiner Opfer lesen und sie mit ihren Ängsten quälen.

Das letzte Gefecht

Auch hier treffen zwei Personen aufeinander, die beide über die Gabe verfügen: Abagail Freemantle und Leo Rockway.
Abagail erhielt diese Gabe von Gott, um ihren Gefährten im Kampf gegen Randall Flagg beizustehen. Sie selbst nennt ihre Kraft das Zweite Gesicht.
Leo verfügt ebenfalls über die Kraft, in die Herzen der Menschen zu sehen, weshalb ihm Harold Lauder unheimlich erscheint und er sich weigert, mit Larry Underwood Harolds Haus zu betreten. Auch Larry ist nach seinem Besuch misstrauisch gegenüber Harold, aber glaubt dennoch, dass Leo eine Fähigkeit hat, um gute von bösen Menschen zu unterscheiden. Leo erhält später eine Vision, die Harold betrifft: Sein Misstrauen bewahrheitet sich, und er kann Larry und Frannie einen entscheidenden Tipp geben, dass sie sich wegen Harolds Hauptbuch Gedanken machen sollten. Leider ist Leos Einfluss nicht groß genug, um zu verhindern, dass Harold einen Bombenanschlag verüben kann.

Zueignung

Die Bruja-Hexe Mama Delorme kann in der Kurzgeschichte Gedanken lesen und behauptet von sich selbst, dass sie über das Zweite Gesicht verfügt. Sie kann Martha Rosewall im Moment ihres Erscheinens sofort sagen, dass sie schwanger ist und aus welchem Grund sie die alte Frau aufgesucht hat. Martha weiß zu diesem Zeitpunkt selbst noch nichts von ihrer Empfängnis.

Ähnliche Kräfte

Ähnliche Kräfte gibt es auch in anderen Werken:

Wissenswertes

Der Begriff "zweites Gesicht" ist auch bei anderen Schriftstellern gängig.

So wird auch die Gabe, welche das junge Kaninchen Fiver in Richard Adams Roman Unten am Fluss hat, als zweites Gesicht bezeichnet. Er erhält die Vision eines schlimmen (vorerst unbekannten) Ereignisses und flüchtet mit einigen Freunden aus dem Gehege. Wenige Tage später wird das Gehege der Wildkaninchen durch Baumaßnahmen zerstört.

   
Zweites Gesicht
"Diese Kaninchen", sagte er [das Oberkaninchen Threarah], "die behaupten, das zweite Gesicht zu haben - ich habe ein oder zwei zu meiner Zeit gekannt.
   
Zweites Gesicht

—Kapitel 21 "Auf dass El-ahrairah weine"